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Hinter den Kulissen der Gemeinde Gerstungen

Wie funktioniert eigentlich eine Gemeinde? Welche Aufgaben übernimmt die Gemeindeverwaltung und welche Menschen sorgen dafür, dass das Leben in einer Gemeinde reibungslos funktioniert? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 der Eichelbergschule während einer Exkursion zur Gemeinde Gerstungen. 

An diesem besonderen Projekttag verließen die Jugendlichen den gewohnten Klassenraum und erkundeten die Gemeinde Gerstungen. Dabei erhielten sie die Gelegenheit, kommunale Strukturen nicht nur theoretisch im Sozialkundeunterricht kennenzulernen, sondern auch unmittelbar vor Ort zu erleben.

Der Gemeindetag begann am Rathaus in Gerstungen. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler zunächst einige wichtige und interessante Fakten über das Gebäude und seine Geschichte. Anschließend führte ein kurzer Rundgang durch die Löbersgasse, den ältesten Teil der Gemeinde Gerstungen. Dabei konnten die Jugendlichen einen Einblick in die Geschichte des Ortes gewinnen.

Den Höhepunkt des Tages bildete eine abwechslungsreiche Stationsarbeit im Rautenkranz. An vier verschiedenen Stationen stellten sich unterschiedliche Bereiche der Gemeindeverwaltung Gerstungen vor. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei Einblicke in die Arbeit der Verwaltung, des Bauhofs, des Museums und der Bibliothek sowie der Abwasserwerke.

An den einzelnen Stationen konnten die Jugendlichen erfahren, wie vielfältig die Aufgaben einer Gemeinde sind und welche Bedeutung die verschiedenen Einrichtungen für das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger haben. Gleichzeitig bot sich ihnen die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde deutlich, dass hinter vielen Dingen, die im Alltag als selbstverständlich wahrgenommen werden, eine Menge Organisation, Planung und Arbeit steckt. 

Ein besonderer Aha-Moment ergab sich dabei beim Thema „freiwillige Aufgaben der Gemeinde“. Dass Gemeinden neben ihren Pflichtaufgaben auch freiwillige Aufgaben übernehmen können, wussten die Schülerinnen und Schüler bereits aus dem Sozialkundeunterricht. Die Stationsarbeit machte jedoch deutlich, was hinter solchen freiwilligen Aufgaben tatsächlich steckt. Am Beispiel von Museum und Bibliothek wurde deutlich, dass kulturelle Angebote nicht einfach „da sind“, sondern mit zusätzlicher Planung, Organisation, Personalaufwand und finanziellen Mitteln verbunden sind. Auch der Bauhof zeigte, wie viel Arbeit notwendig ist, um öffentliche Einrichtungen und Anlagen zu pflegen und damit die Gemeinde für ihre Einwohnerinnen und Einwohner attraktiv zu gestalten.

Für die Schülerinnen und Schüler war der Gemeindetag eine wertvolle praktische Ergänzung zum Sozialkundeunterricht. Sie konnten erfahren, dass kommunale Politik und Verwaltung nicht nur abstrakte Begriffe aus dem Schulbuch sind, sondern ihren Alltag unmittelbar beeinflussen.

Ein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde Gerstungen, die sich Zeit genommen haben, ihre Arbeitsbereiche vorzustellen, Fragen zu beantworten und den Jugendlichen diesen abwechslungsreichen und lehrreichen Tag zu ermöglichen.